Info: Hautschutz – Hautreinigung - Hautpflege
Die folgende Darstellung wurde dem Internetauftritt der Firma Ursula Rath
entnommen.
Unsere Haut
Unsere Haut bildet mit der Hornschicht (Stratum Corneum) und der darüber
liegenden Hydrolipidschicht die natürliche Grenze zwischen unserem Körper und
der Umwelt.
Die Hornschicht besteht aus mehreren Lagen abgestorbener Hautzellen, die sich
durch Abstoßen alter und Nachwachsen neuer Hautzellen aus tieferen
Hautschichten ständig erneuert. Fettreiche Substanzen (Lipide) umschließen die
Hornzellen wie Mörtel die Steine in einem Mauerwerk.
Dieser Verbund ist nur ca. 0,1 mm dick - dünner als ein Blatt Papier - und
verhindert weitgehend das Eindringen von Fremdstoffen sowie den Verlust der
hauteigenen Feuchtigkeit.
Oberstes Ziel sollte es sein, die natürliche Barrierefunktion der Haut zu
erhalten bzw. deren Regeneration zu unterstützen.
Trockene Haut kann ein erster ernstzunehmender Hinweis auf eine
Hautschädigung sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten
Schutz- und Pflegemaßnahmen eingesetzt oder verbessert werden.
Gefährdung
Wird die Haut stark beansprucht oder ihr Fett oder Wasser entzogen, kann die
Barrierefunktion geschädigt werden. Besondere Gefährdungen entstehen durch:
• häufigen/lang andauernden Kontakt mit wässrigen Stoffen wie z.B.
wassergemischten Kühlschmierstoffen, Säuren und Laugen, Wasch- und
Reinigungslösungen aber auch Wasser und feuchten Lebensmitteln
• intensive Handreinigung nach dem Kontakt mit Ölen, Fetten und stark
haftenden Verschmutzungen wie z.B. Farbe, Kleber usw.
• Schwitzen und Feuchtigkeitsstau bei längerem Tragen luftdicht abschließender
Schutzhandschuhe
Auch geringe ständige Belastungen, die lange Zeit keine Schädigung
sichtbar werden lassen, "überfordern" irgendwann die Haut.
Hautschutz
Hautschutzprodukte sollen den Kontakt zwischen dem einwirkenden Stoff und der
Haut weitgehend verhindern. Beim Hautschutz sind Spezialisten gefragt und
deshalb sollte bei der Auswahl des Schutzproduktes stets darauf geachtet
werden, dass es auf den Arbeits- bzw. Schadstoff abgestimmt ist. Universell
wirkende Produkte können nur einen Kompromiss darstellen.
Unterschieden werden:
• ölige, fettige Belastungen
• stark haftende Verschmutzungen
• Feucht-/Nassbereich
• UV-Strahlung
• Hauterweichung beim Tragen von Schutzhandschuhen/-kleidung
Hautreinigung
Besondere Bedeutung kommt der Wahl des richtigen Reinigungsmittels zu. Die
Auswahl des Reinigers sollte sich stets an Art und Umfang der
Verschmutzung/Belastung orientieren.
Um die Haut nicht unnötig zu belasten, sollte möglichst schonend gereinigt
werden. Dies wird erreicht durch:
• vor der Arbeit angewandte Hautschutzmittel
• den Verzicht, falls möglich, auf reibe- und lösemittelhaltige Reiniger sowie
mechanische Hilfsmittel wie Bimsstein oder Bürste
• gründliches Abspülen mit reichlich Wasser und sorgfältiges Abtrocknen
Unsachgemäße Hautreinigung ist eine der Hauptursachen für
Hauterkrankungen. Reinigungsverdünnungen oder Kaltreiniger
dürfen nie zur Hautreinigung eingesetzt werden.
Hautpflege
Hautpflege sollte regelmäßig nach der Arbeit sowie in der Freizeit betrieben
werden. Hautpflegemittel beugen rauen, ausgetrockneten, rissigen Händen vor
und tragen dazu bei, dass die natürliche Schutzfunktion der Haut erhalten
bleibt. Damit leisten Hautpflegemittel einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung
von Hauterkrankungen.
Gepflegte Haut sieht nicht nur besser aus, sie ist auch widerstandfähiger
gegenüber den täglichen Belastungen.
Grenzen
Hautschutzmittel bieten nicht bei allen Schadstoffen ausreichenden Schutz. Bei
organischen Lösemitteln, zweikomponentigen Reaktionsharzen, konzentrierten
Säuren und Laugen z.B. ist der Einsatz spezieller Schutzhandschuhe
erforderlich.
Richtiges Auftragen
Hautschutz- und Hautpflegemittel auf die gereinigten und gut abgetrockneten
Hände bzw. Hautpartien auftragen.
• Eine kleine Menge auf einen Handrücken geben.
• Mit den Handrücken beider Hände möglichst gleichmäßig verteilen
• Anschließend Fingerzwischenräume, Nagelfalze und Fingerkuppen sorgfältig
einreiben
• Den verbleibenden Rest mit Waschbewegungen in die Haut einmassieren