DEINE HAUT
Die Haut ist mit etwa 2m² das größte
menschliche Organ. Mit einer Dicke von 1 bis 4mm hat sie einen Anteil
von 12% am Körpergewicht. Sie bildet Haare, Finger- und Zehennägel aus
und erneuert sich in einem etwa vierwöchigen Rhythmus.
Ihre Funktionen sind vielfältig.
Die Haut verhindert das Eindringen von Mikroorganismen, schützt vor
ultravioletten Sonnenstrahlen und ist ein Schutz für Muskeln,
Knochen und innere Organe. Die Haut isoliert vor Feuchtigkeit und
Kälte. Sie wirkt mit bei der Atmung und dient der Wärmeregulierung.
Sie beugt Wärmeverlusten vor, indem sie die Durchblutung vermindert.
Durch Gefäßerweiterung und Schweißabsonderung verhindert sie eine
Überhitzung.
Daneben ist die Haut auch noch Sinnesorgan. Sie ist der Sitz des
Tastsinns.
(„Wunder Haut“)
Die Bedeutung der Haut wird 2007 durch die Dachkampagne
„DEINE HAUT. Die
wichtigsten 2m² Deines Lebens“ ins Blickfeld gerückt. Die
Dachkampagne, getragen von Verbänden und Trägern der gesetz-
lichen
Kranken- und Unfallversicherung, wird flankiert von
zielgruppen-
spezifischen Kampagnen einzelner Träger der Kranken- und
Unfallversicherung.
Wie wichtig Hautschutz ist, zeigen die folgenden Zahlen. Jährlich
gehen rund 21 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Pflichtmitglieder der
Krankenversicherung auf Hauterkrankungen zurück. Bei den Versicherten der Knappschaft - also überwiegend im Bergbau - sind es jährlich über
4.000 Fälle mit über 70.000 Ausfalltagen.
Bei den BKK-Versicherten im Bereich "Steine + Erden" sind es jährlich über 450
Fälle mit rund 5000 Ausfalltagen.
Bei gesundheitlichen Problemen der Beschäftigten nehmen
Hauterkrankungen eine Spitzenstellung ein.
Mehr als ein Drittel der bestätigten Berufskrankheiten der
gewerblichen Wirtschaft entfällt auf Hauterkrankungen. Die
volkswirtschaftlichen Gesamtkosten schätzt man auf ca. 1,25 Mrd. Euro
jährlich.
Mit www.deinehaut-bg.de stellt Präventionsinstrumente für den betrieblichen Hautschutz vor.
Soweit sich Mitgliedsunternehmen für eine betriebliche Aktion
entscheiden, sollten sie für den Einsatz der Aktionselemente einen
ausreichenden zeitlichen Vorlauf einplanen. Das gilt auch im Hinblick
auf eine finanzielle Unterstützung durch die Berufsgenossenschaft. Als
Leitfaden für das Kontaktgespräch kann dabei die
Projektanfrage
dienen.
Im Übrigen stehen Ihnen die Ansprechpartner Ihrer Berufsgenossenschaft für die Beantwortung Ihrer Fragen
zur Verfügung.
Medizinische Informationen finden sich unter
www.medizinfo.de/hautundhaar/berufsdermatosen

